Project Name

21. - 25. März 2018 / OŚWIĘCIM (KZ-Gedenkstätte Auschwitz)

Auf den Spuren von Julius Hirsch / Gedenkstättenfahrt

Der 75. Jahrestag seiner Deportation ist nun Anlass für die DFB-Kulturstiftung, eine Spurensuche aufzunehmen und die Erinnerung an Julius Hirsch auch an den Ort seiner Ermordung zu tragen: in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Mit einer vielfältigen Gruppe aus Fußballfans, Mitgliedern aus DFB-Vereinen und erinnerungspolitisch interessierten Menschen möchten wir vor Ort ein Zeichen setzen für die Wichtigkeit der Erinnerung an den Holocaust, die auch in Zukunft von vielen gesellschaftlichen Akteuren getragen werden muss.

Einsendeschluss ist Freitag, 24. November 2017.

Programm

Freitag, 8. Dezember 2017, 14.00 - 19.00 Uhr / KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Fußball im Nationalsozialismus - Pädagogische Arbeit mit Fußballfangruppen

Fußballfans haben einen besonderen Bezug zu Fußballbiographien und zu „ihrem“ Verein und seiner Geschichte. Dies bietet geeignete Anknüpfungspunkte, um nationalsozialistische Vereinsgeschichten sowie antisemitische, rassistische und politische Verfolgung von Fans, Funktionären und Spielern im Nationalsozialismus zu vermitteln und nach heutigen Formen von Rassismus und Antisemitismus zu fragen.

Welche Rolle spielte der Fußball für die nationalsozialistische Gesellschaft? Wie kann eine Vermittlung des historischen Geschehens aussehen, bei der die Verfolgung in den Konzentrationslagern und die Arbeit von Gedenkstätten einbezogen wird? Welche Formen des Gedenkens gibt es heute in Vereinen/Verbänden und bei den Fans? Anmeldung bis zum 8. Dezember 2017 und Rückfragen bei: Dr. Susann Lewerenz, Studienzentrum, susann.lewerenz@bkm.hamburg.de, Tel. (040) 428 131 536 .

Freitag, 1. Dezember 2017, 18 Uhr / Museum Nikolaikirche Berlin

Die Zukunft des Fußballs

Nicht nur Taktik und Trainingsmethodik unterliegen einem rasanten Wandel. Auch die technische Evolution des Fußballs erreicht ihre nächste Entwicklungsstufe: Kameradrohnen fliegen über den Rasen, die Torlinientechnik unterstützt den Schiedsrichter - werden Fans bald mit 3D-Videobritle die Zeitlupen verfolgen? Wie sieht die Zukunft des Fußballs aus, zwischen Inszenierung in sozialen Medien und der gesellschaftlichen Verantwortung an der Basis?

Gäste: Raphael Brinkert - Geschäftsführer Jung von Matt Sports, Tobias Escher - Taktikanalyst, Buchautor und Geschäftsführer von Spielverlagerung.de. Karin Plötz - Fußballexpertin der Frankfurter Buchmesse, Marco Seiffert - Moderator bei Radio Eins und Fußballfan.

Programm

Samstag, 11. November 2017, 14 Uhr / KZ-Gedenkstätte Dachau - Treffpunkt Besucherzentrum

„Auf dem Appellplatz … durfte jetzt an freien Sonntagen Fußball gespielt werden“
Führung zum Thema Fußball im KZ Dachau

Der Dachau-Überlebende Ferdinand Hackl schrieb in einem Zeitzeugenbericht: „Auf dem Appellplatz, wo Häftlinge täglich schikaniert und sehr oft auch zu Tode gequält wurden ..., durfte jetzt an freien Sonntagen Fußball gespielt werden. Diese Spiele halfen den spielenden und auch den zuschauenden Häftlingen, ihr Leid und den Hunger … ein wenig zu vergessen“.

Neben Kurt Landauer, Präsident des FC Bayern, wurden 16 Vereinsmitglieder ins KZ Dachau verschleppt. Von Häftlingen, die dem Fußball verbunden waren, erzählen Diakon Klaus Schultz von der Versöhnungskirche und Andreas Wittner von der Erlebniswelt des FC Bayern bei dem Rundgang. Außerdem wird nach dem Umgang der Fußballvereine mit diesem Teil ihrer Geschichte nach 1945 gefragt..

Donnerstag, 9. November 2017, 11 Uhr / Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

„Buch der Erinnerung“ des Bayerischen Fußballs / Projektpräsentation

Unter den NS-Verfolgten befanden sich auch viele Angehörige von Fußballvereinen: aktive Spieler, Funktionäre, Schiedsrichter, Förderer und einfache Mitglieder. Deshalb hat der Bayerischer Fußball-Verband gemeinsam mit der Initiative „!Nie Wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ das virtuelle Projekt „Buch der Erinnerung“ ins Leben gerufen.

Alle bayerischen Fußballvereine sind aufgerufen mitzuhelfen, die Seiten des Buches mit Biographien zu füllen. Die ersten vier Beiträge werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Charlotte Knobloch, Shoah-Überlebende und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hat ihr Kommen zugesagt. Eine Kooperation mit dem Bayerischen Fußballverband, der Erlebniswelt FC Bayern und dem Stadtarchiv München.

Freitag, 3. November 2017, 18 Uhr / Museum Nikolaikirche Berlin

Frauen im Fußball

Mehr als eine Million Mädchen und Frauen sind in deutschen Vereinen organisiert. Doch in Führungsebenen, also in Vorständen oder Aufsichtsräten von Verbänden und Vereinen, ist die weibliche Hälfte der Gesellschaft kaum repräsentiert. Noch offener ist der Sexismus, den viele weibliche Ultras in Fankurven erdulden müssen. Wie lässt sich der lange Weg zur Geschlechtergerechtigkeit beschleunigen?

Gäste: Antje Grabenhorst - Forscherin und Langjähriges Ullra-Mitglied in Bremen, Katja Kraus - Geschäftsführerin bei Jung von Matt Sports, ehemalige Fußballerin und früheres Vorstandsmitglied beim Hamburger SV, Pia Mann - Mitglied der Frauenrechtsgruppe Discover Football, Claudia Roth - Vizepräsidentin des Bundestages und Kuratoriumsmitglied der DFB-Kulturstiftung.

Programm

Samstag, 7. Oktober 2017 / Karlsruhe

Preisverleihung Julius-Hirsch-Preis 2017

Mit dem 2005 gestifteten Julius Hirsch Preis zeichnet der DFB jährlich Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen aus, die sich öffentlich für Demokratie und Menschenwürde und gegen Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung sowie Gewalt einsetzen. In der Heimatstadt des deutschen Nationalspielers Julius Hirsch (1892 - 1943), der im KZ Auschwitz ermordet wurde, wird der Preis verliehen an die Schalker Fan-Initiative e. V. (1. Preis), Tüpfelhausen - Das Familienportal Leipzig (2. Preis), Fußball und Begegnung Berlin (3. Preis).

Freitag, 6. Oktober 2017, 18 Uhr / Museum Nikolaikirche Berlin

Fußball & Andere Welten

ln den mehr als 5.000 Fußballvereinen engagieren sich 1,7 Millionen Menschen, ohne einen finanziellen Nutzen zu haben. Flüchtlingshilfe, Antirassismus, Entwicklungsprojekte - das Netzwerk aus gesellschaftlichen Fußballgruppen ist in keiner Stadt so dicht geknüpft wie in Berlin. Doch einfach ist ihre Arbeit nicht, zwischen Finanzierungssorgen, Rechtfertigungsdruck und dem Wettbewerb um mediate Aufmerksamkeit.

Gäste: Johannes Axster - Mitgründer des Sozialunternehmens Streetfootballworld, Carolin Gaffron - Gründerin der Flüchtlingsinitiative ,,Champions ohne Grenzen", Gerd Liesegang - Vizepräsident des Berliner Fußball-Verbandes für Soziales, Mulgheta Russom - Nationalspieler im Blindenfußball.

Programm

Oktober 2017 / Buchvorstellung

Fieberwahn - Wie der Fußball seine Basis verkauft

Helene Fischer in der Halbzeitpause des DFB-Pokalfinals, elf verschiedene Anstoßzeiten in den Ligen eins bis drei und ein völlig überhitzter Transfermarkt. In dem soeben erschienenen Buch „Fieberwahn“ zeigt der Journalist Christoph Ruf die Gefahren der Kommerzialisierung eindringlich auf und hat dafür an der Basis des Fußballs recherchiert: bei den Vereinen in den unteren Ligen, die sich zunehmend von den Verbänden im Stich gelassen fühlen.

Und bei den Fans, deren Proteste gegen Kommerz, Schikanen und Kollektivstrafen aus gutem Grund an Vehemenz zunehmen. Denn tatsächlich lauern vor der Tür Veränderungen, die das Ende des Volkssports Fußball einläuten. Dabei beleuchtet Ruf nicht nur die Entwicklung bei investorengetriebenen Vereinen wie Hannover 96 und 1860 München. Am Beispiel von Klubs wie Dynamo Dresden, SC Freiburg und FC St. Pauli zeigt er auf, dass es den Vereinen nützt und nicht schadet, wenn sie der Kreativität und dem Engagement ihrer Mitglieder und Fans mehr vertrauen als den Lobbyisten, für die die 50+1-Regel das letzte Hindernis vor der endgültigen Durchkapitalisierung des Fußball ist.

Sonntag, 17. September 2017 / Fanprojekt Kaiserslautern

Tribüne ohne Grenzen Preis

2017 wird das Fanprojekt Kaiserslautern zum zweiten Mal den „Tribüne ohne Grenzen“- Preis verleihen. Der „Tribüne ohne Grenzen-Preis“ wird an Projekte, Gruppen und Initiativen verliehen, die sich entweder bereits in der Antidiskriminierungsarbeit engagieren, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zum Abbau von Barrieren und Grenzen leisten oder mit einem Projekt in den Startlöchern stehen. Bewerbungsfrist läuft bis zum 17. September 2017.

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Freitag, 25. August 2017 / Rostock

25. Jahrestag des Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Im August 1992 griffen hunderte Gewalttäter_innen die Gebäude Rostock-Lichtenhagen mit Steinen und Brandflaschen an: über Tage hinweg, medial begleitet und exekutiv nahezu ungehindert. Tausende Anwohner_innen unterstützten und bejubelten die Angriffe. Nach der Evakuierung der ZAst setzte der Mob das nebenstehende ungeschützte Wohnheim in Brand. Mehr als einhundert im Haus eingeschlossene vietnamesische Bewohner_innen, Unterstützer_innen und ein ZDF-Fernsehteam waren vom Tode bedroht. Sie flohen über die Dächer der anliegenden Gebäude, nachdem sie die Zugänge aufbrechen konnten. Im Ergebnis des Pogroms forcierte es die Einschränkung des bundesrepublikanischen Asylrechts per Grundgesetzänderung.

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29. - 30. Juni 2017 / Millerntor-Stadion Hamburg

Fußball als Lernfeld - zehnjährigen Jubiläums der DFB-Kulturstiftung

Im zurückliegenden Jahrzehnt hat der Fußball nicht nur einen enormen gesellschaftlichen, medialen und wirtschaftlichen Boom erlebt, er hat sich auch zu einem intensiv genutzten Lehr- und Lernfeld der Bildungs-, Sozial- und Jugendarbeit entwickelt. Seit 2007 arbeitet die DFB-Kulturstiftung operativ und fördernd an der Schnittstelle zwischen Fußball, Kultur-, Bildungs- und Sozialarbeit. Anlässlich dieses zehnjährigen Jubiläums lädt die DFB-Kulturstiftung Menschen und Institutionen, die den Fußball als Lernfeld für sozial- und gesellschaftsorientierte Arbeit nutzen, zu einem Erfahrungsaustausch ein, zum Knüpfen und Erneuern von Netzwerken.

Weitere Info

Sa., 24. Juni 2017, ab 13 Uhr / Bezirkssportanlage Meinz-Hechtsheim, Heinz-Lemb-Weg

Wir l(i)eben Vielfalt! - Willkommen im Fußball

Flüchtlingshilfe einmal anders! Der Aktionstag stellt das ehrenamtliche Engagement der jungen Geflüchteten in den Vordergrund und demonstriert, dass wir Mainzer Vielfalt leben und lieben! Ein besonderes Highlight ist das Benefizspiel, bei dem gemischte Mannschaften, bestehend aus jungen Geflüchteten des FC Ente Bagdad, Menschen mit Behinderung sowie Mainzer Prominenten, gegeneinander antreten.Anschließend gibt es ein Elfmeterschießen mit prominenter Beteiligung.

Flyer

Donnerstag, 8. Juni 2017, 19 Uhr / Jugendkulturzentrum Anyway, Kamekestr. 14, Köln

Fußballfans gegen Homophobie - im Stadion und überall

Sowohl Fankurve als auch Mannschafts- oder Verbandsgefüge stellen weiterhin ein Reservat obsoleter Männlichkeitsvorstellungen dar. Mit Männern assoziierte Stereotype wie Härte, Kampfgeist oder Durchsetzungsvermögen, die für den Fußballer als unabdingbar gelten, werden exklusiv dem heterosexuellen Spieler zugeschrieben. Schwulsein dient hierbei als Synonym für Schwäche. Das Resultat zeigt sich auf den Stadionrängen. In den Vereinen hingegen prägt meist Tabuisierung das Bild. Diesem Zustand entgegenwirken möchte die Initiative Fußballfans gegen Homophobie. Christian Rudolph stellt in seinem Vortrag die vielfältige Arbeit der Initiative dar. Im Anschluss soll noch Raum und Zeit gegeben sein für eine Diskussion.

Donnerstag, 8. Juni 2017, 19 Uhr / Presseclub Nürnberg Marmorsaal

Herausforderung WM 2018 – Fußball und Menschenrechte in Russland

Auf dem Podium nehmen Platz: DFB-Präsident Reinhard Grindel, Martin Endemann für die Fanvereinigung „Football Supporters Europe“, F.A.Z.-Sportredakteur Christoph Becker sowie Stefan Melle, Geschäftsführer des Deutsch-Russischen Austausch e.V. Die Moderation übernimmt der Medienwissenschaftler Prof. Bernd Gäbler von der FHM Bielefeld.

DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FUSSBALL-KULTUR lädt herzlich zu einer spannenden Diskussion und ganz besonders zum anschließenden Get-Together ein. Gemeinsam mit den Podiumsgästen und vielen weiteren Engagierten aus Fußball, Politik, Kultur und Menschenrechtsarbeit soll sich über Aktivitäten im Hinblick auf die Weltmeisterschaft austauschen werden Anmeldung bis 5.6.2017 über info@fussball-kultur.org.

Donnerstag, 1. Juni 2017, 11 Uhr / Kapellenstraße 41, Fürth

Einweihung des Julius Hirsch-Sportzentrum

100 Jahre nach dem ersten Meistertitel für Fürth wurde von den SpVgg-Fans eine Unterschriftenaktion, um Julius Hirsch auch in Fürth zu würdigen. Er stand 1914 in der Meistermannschaft. Innerhalb kürzester Zeit kamen 1102 Unterschriften zusammen, die am 24.2.2014 auf der Baustelle der neuen Dreifachturnhalle an den Oberbürgermeister übergeben wurden. In der Stadtratssitzung vom 24.2.2014 beschloss der Stadtrat einstimmig die Namensgebung, um den Fußballspieler Julius Hirsch zu würdigen, der 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde.

Freitag, 12. Mai 2017 / Preußenstadion Münster - Fanprojekt

„Kick Racism Out!“ U12-Streetsoccer-Turnier

Nachwuchskicker aus ganz Münster im Alter von 10-12 Jahren sind aufgerufen, sich in interkulturell besetzten Teams zusammen zu finden und an dem Turnier teilzunehmen. Bei dieser beliebten Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet, haben die Teams, die es bis zur Anmeldung schaffen, bereits gewonnen. Das Format trägt dazu bei, dass Kinder ihre kulturellen Unterschiede als etwas positives, als Ressource wahrnehmen und dass bei diesem Turnier Spaß und Erfolg keine (kulturellen) Grenzen kennen. Kooperation mit dem SC Preußen Münster (U12-Fanclub) und den Fanprojekten aus Dortmund und Bochum.

Freitag, 12. Mai, 14 Uhr (Treffpunkt: Auenstraße 19)

Stadtteilspaziergang „Auf den Spuren der Löwen durch Giesing“

11. - 21. Mai 2017 / Färberei in Untergiesing, Claude-Lorrain-Str. 25, München

Sechzge, Oide! Mit Leib und Seele Löwin

Sechzge, Oide! Mit Leib und Seele Löwin Sechzig Portraits – sechzig Frauen und Mädchen – sechzig Löwinnen. Mit der Fotoausstellung zeigen die Löwenfans gegen Rechts, dass Frauen und Mädchen einen festen Platz unter den Sechzgerfans haben. Porträtiert wurden die Löwinnen von der Fotografin Anne Wild, die selbst seit vielen Jahren Anhängerin ist. Ergänzend dazu haben die Mädchen und Frauen ihre persönlichen Fangeschichten erzählt: Wie sie Löwenfans geworden sind, was ihnen bei 1860 gefällt (und was nicht) und welches Spiel sie nie vergessen werden... Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Reihe von Veranstaltungen. Eröffnung am 11. Mai um 18.60 Uhr und weitere Veranstaltungen:

Dienstag, 9. Mai, 18.60 Uhr

Schwule Fotzen!? - Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball

Ort: riffraff, Tegernseer Landstraße 96

Donnerstag, 5. Mai 2017 , 19 Uhr / Kölner Fanprojekt, Gereonswall 112

Schwule Fotzen!? - Sexismus, Homophobie und Selbstermächtigung im Fußball

Vortrag & Diskussion mit Antje Grabenhorst vom F_in.

Programm

Dienstag, 02. Mai 2017, 19 Uhr / Haus am Dom, Mainz

Mainz 05 im Dritten Reich. Die Geschichte einer gescheiterten Gleichschaltung

Als die neue nationalsozialistische Regierung ab 1933 die gesamte Gesellschaft nach ihren Vorstellungen umzuformen begann, veränderte sie auch die sportlichen Strukturen in hohem Maße. Die Partei sollte die Basis des ganzen Landes werden, die Sportverbände und damit indirekt die mit ihnen verbundenen Vereine wurden ihr formal, personell und ideologisch angeschlossen. Auch Mainz 05 musste die Gleichschaltung vollziehen. Jedoch entwickelten sich die im Bürgertum, auch in der jüdischen Gemeinde verwurzelten 05er nie wie gewünscht zu einem nationalsozialistischen Vorzeigeklub. Bereits in den ersten Jahren des Dritten Reichs verloren sie daher ihr Stadion, ihr Vermögen, vorübergehend ihre Spielberechtigung und einige ihrer wichtigsten Persönlichkeiten. Sie verloren einen Teil ihrer Identität, aber nicht ihre Zukunft.

Samstag, 8. April 2017 / 19.30 Uhr, Theater Junge Welt Leipzig / Premiere

Juller

Einer der Helden der frühen Fußballjahre in Deutschland war der Karlsruher Vollblutstürmer Julius Hirsch, genannt »Juller«. Populär für seine gebückte Laufhaltung und gefürchtet für seine beidfüßige Schussstärke wurde er zweimal Deutscher Meister, war mehrfacher Nationalspieler und nahm 1912 an den Olympischen Spielen teil. Seine großen sportlichen Erfolge konnten dennoch nicht verhindern, dass auch er unter der nationalsozialistischen Herrschaft wegen seiner jüdischen Herkunft aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurde. Die Geschichte von Julius Hirsch gleicht der aller Menschen, die Opfer von Diskriminierung und Gewalt werden. Sie ist eine Brücke vom Vergangenen in die Gegenwart und in die Zukunft – aus Geschichte lassen sich Schlüsse ziehen, wenn ein ehemaliges Idol im Heute wieder erscheint. Die Idee zum Theaterstück »Juller« am Theater der Jungen Welt geht direkt auf eine Anregung des Deutschen Fußball-Bundes zurück.

Freitag, 7. April 2017, / Historischen Reichssaal des Alten Rathauses

Preisverleihung des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“

Aus mehr als 400 Einsendungen wurden vom Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz 84 Projekte als besonders vorbildlich ausgewählt. "!Nie wieder" und weitere neun Projekte aus ganz Bayern werden im Rahmen einer regionalen Preisverleihung geehrt. Viele Menschen in Deutschland leisten durch ihr konkretes zivilgesellschaftliches Engagement im Alltag einen wichtigen Beitrag zur Festigung unserer Demokratie und für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft. Um beispielhafte Aktionen für Demokratie und Toleranz, gegen Extremismus und Gewalt zu sammeln und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, hatte das BfDT – gegen Extremismus und Gewalt 2016 zum 16. Mal den Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ ausgeschrieben.

Dienstag, 28. März 2017, 19 Uhr / Kölner Fanprojekt, Gereonswall 112

Geschlechterverhältnisse in Fußballfanszenen

Vorstellung einer Studie (Dez. 2016). Die Veranstalter hoffen, viele Fußballfans begrüßen zu dürfen, die etwas etwas zu der Situation in den Stadien und in der Fußballfankultur erfahren möchten. Den Vortrag hält Cristin Gießler von der KoFaS ("Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit"), sie stellt u.a. eine aktuelle Studie (Dez. 2016) zu dieser Thematik vor. Im Anschluss wollen wir gemeinsam noch diskutieren und Platz geben für die eigenen Erfahrungen.

Programm

Donnerstag, 23. März 2017 / 18.30 Uhr Treffpunkt U-Bahn Schlump Hamburg

Auf jüdischen Spuren durch Eimsbüttel

Organisiert wird der Viertel-Rundgang durch die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel, dem Fanladen St. Pauli, dem HSV-Fanprojekt und der HSV-Fanbetreuung.

Getreu dem Motto: In der Sache vereint, in den Farben getrennt.

Montag 20. März 2017, 19.09 Uhr / Dortmund Borusseum

Lesung der Graphic Novel "Drei Steine" mit Podiumsgespräch

Nils Oskamp hält eine Lesung aus seinem Anti-Nazi-Comic „Drei Steine“. Der Autor ist in den 1980er Jahren in Dortmund Dorstfeld aufgewachsen und hat sich dort gegen die aufkommende Neo-Nazi-Szene in seiner Schule aufgelehnt. Die Spirale der Gewalt eskalierte und ein stadtbekannter Nazi-Hooligan war am letzten Übergriff auf ihn beteiligt, der ihn ins Krankenhaus gebracht hat.

Freitag, 17. März 2017 / Frankfurt

Makkabi Deutschland hat ein neues zu hause

MAKKABI Deutschland e. V., dem jüdischen Turn- und Sportverband in Deutschland sind glücklich und stolz, seit dem 1. Februar 2017 mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und vielen namhaften Sportverbänden unter einem Dach ein neues zu hause zu haben und somit endgültig in der deutschen Sportfamilie angekommen zu sein. Mit einem kleinem koscheren Imbiss, nach jüdischer Tradition verbunden mit dem feierlichen Anbringen der Mesusa (Haussegen) durch den Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Frankfurt werden die Räume, im Haus des Sports Otto-Fleck-Schneise 12 in Frankfurt übergeben.

23. Februar 2017, 12.00 - 18.00 Uhr / Siegen

Fußball in der Migrationsgesellschaft

Die 1. Siegener Fußball-Tagung hat das Ziel, einen wissenschaftlichen Austausch über Fußball und Fußballfans unter den Bedingungen gesellschaftlicher Vielfalt und Mobilität der Migrationsgesellschaft herzustellen.

Flyer

Dienstag, 31. Januar 2017, 19 Uhr / NS-Dokumentationszentrum, Briennerstr. 36, München

Filmpremiere "Ernst Grube - Einer, der nicht aufgibt"

Er erlebte seine Kindheit in der bayerischen Landeshauptstadt als einer, der ausgrenzt wurde und den gelben Stern tragen musste. Er wurde in das KZ Theresienstadt deportiert und kehrte nach Kriegsende nach München zurück. Ernst Grube wird erst Malermeister, dann Berufsschullehrer und ist bis heute als unermüdlicher Zeitzeuge an Gedenkstätten, Schulen, Vereinen und Bildungseinrichtungen unterwegs. Ernst Grube nimmt das Vermächtnis der NS-Opfer ernst: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg lautet seine Botschaft.

Flyer

Sonntag, 29.01.2017 von 17:00 - 18:30 Uhr, BlueBox, Nürnberg

Linke Läufer

Ein Requiem für Jenö Konrad von Albert Ostermaier Im August 1932 titelte die antisemitische Wochenzeitung "Der Stürmer": "Der 1. Fußballklub Nürnberg geht am Juden zugrunde." Dieser Jude, an dem der Club angeblich zugrunde ging, war der ungarische Trainer Jenö Konrad. Dem bis dahin sehr erfolgreichen Clubtrainer wurden nur zwei Niederlagen zum Verhängnis. Es begann die unerbittliche Jagd auf einen Menschen. Er verließ Deutschland mit Frau und Tochter noch im selben Monat. Nach einer langen Odyssee quer durch Europa konnte er sich eine neue Existenz aufbauen. Seinen Trainerberuf jedoch übte er nie wieder aus. Der Autor Albert Ostermaier begibt sich auf eine fiktive Reise in die Gedanken- und Gefühlswelten von Jenö Konrad.

Staatstheater

27. - 30.1.2017

Erinnerungstag im deutschen Fußball / bundesweite Aktion

Unterstützt durch die Deutsche Fußballliga und den Deutschen Fußballbund ruft die Versöhnungskirche um die Spieltage des 27.1.2017 mit Texten und Aktionen zum Erinnerungstag im deutschen Fußball auf. Damit das „Nie wieder“ geschieht, wenden wir uns entschieden gegen jene, die den Fußball mit antisemitischen und rassistischen Parolen und Aktionen vergiften und missbrauchen. Die empörenden und verstörenden Übergriffe der letzten Monate zeigen, wie notwendig diese Engagement ist.

Stadiondurchsage

Stadionzeitung

Freitag, 27. Januar 2017 / 19 Uhr - Idar-Oberstein, Göttenbach-Aula

Ausstellungseröffnung "Kicker, Kämpfer, Legenden"

Die Ausstellung thematisiert die Bedeutung von Juden im deutschen Fußball. Jüdische Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre haben den Fußball in Deutschland populär gemacht. Klaus Schultz von der Evang. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau wird in die Ausstellung einführen und Prof. Dr. Lorenz Pfeifer wird die Einführung mit "Die Geschichte des jüdischen Fußballs in der NS-Zeit" ergänzen.

Flyer

Freitag, 27. Januar 2017, 18.30 Uhr

Kranzniederlegung am Harald-Stender-Platz, Hamburg

Anschließend Vortrag von Jörn Kreuzer in den Fanräumen von St. Pauli Erinnerung für die Zukunft "In der Bahn reckten die Menschen die Hälse" Wie die Hamburger Juden vor aller Augen aus der Stadt deportiert und ausgebeutet wurden.

Flyer

Donnerstag, 26. Januar 2017 - 19.30 Uhr, FC Bayern Erlebniswelt

Zurück zu den Wurzeln: Das Leben und Wirken von Walther Bensemann

„!Nie Wieder“ kann man gar nicht oft genug sagen – deshalb nimmt der FC Bayern auch 2017 den Erinnerungstag im Deutschen Fußball zum Anlass für eine besondere Veranstaltung: Am 26. Januar 2017 steht in der FC Bayern Erlebniswelt alles im Zeichen des Fußballpioniers Walther Bensemann (1873 - 1934) – einem Mann, der einerseits für die Wurzeln des FC Bayern steht, andererseits mit seinem schweren Schicksal auch an die schrecklichen Gräueltaten zur Zeit des NS-Regimes erinnert.

Website

Mittwoch 25. Januar 2017, 20 Uhr /Fanprojekt Münster

"Antiziganismus im Fußball und in Fußball-Fankulturen"

Fans rufen „Zick, Zack, Zigeunerpack!“, beschimpfen den anderen Verein als „Zigeuner“. Bei allem Engagement gegen Diskriminierung von Fans, Vereinen und Verbänden sind dies nach wie vor alltägliche Phänomene in und um die Stadien. Die Sensibilisierung und Wahrnehmung für antiziganistische Vorfälle ist äußerst gering – eine Problematisierung bleibt zumeist aus. Dabei ist Antiziganismus ein weit verbreitetes Ressentiment:

Pavel Brunßen ist Chefredakteur des Transparent Magazins und wird in einem Vortrag in das Thema einführen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen..

Website

Freitag 13. Januar 2017 14:00–19:00 - KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum

Fußball im Nationalsozialismus - pädagogische Arbeit mit Fußballfangruppen

Fußballfans haben einen besonderen Bezug zu Fußballbiographien und zu „ihrem“ Verein und seiner Geschichte. Dies bietet geeignete Anknüpfungspunkte, um nationalsozialistische Vereinsgeschichten sowie antisemitische, rassistische und politische Verfolgung von Fans, Funktionären und Spielern im Nationalsozialismus zu vermitteln. Wie kann eine solche Vermittlung aussehen, bei der die Arbeit mit dem Ort der KZ-Gedenkstätte Neuengamme nicht außer Acht gelassen wird? Welche Rolle spielte der Fußball für die nationalsozialistische Gesellschaft? Welche Formen des Gedenkens gibt es heute in Vereinen/Verbänden und bei den Fans?

Referentin: Paula Scholz
Anmeldung bis zum 9. Januar 2017: ulrike.jensen@kb.hamburg.de oder Tel. (040) 428 131 519

7. -8. Januar 2017, Netzwerk Erinnerungsarbeit

Gedenkstättenfahrt von HSV-Fans in das ehemalige Konzentrationslager Neuengamme

Die Teilnehmenden erarbeiten am ersten Tag die Geschichte des Fußballs im Nationalsozialismus mit einem besonderen Fokus auf die nationalsozialistische HSV-Vergangenheit. Dazu wird es eine Führung durch das HSV-Museum geben. Am zweiten Tag besichtigen wir gemeinsam die KZ-Gedenkstätte Neuengamme und arbeiten mit Biographien, die im Zusammenhang mit dem Hamburger Fußball im Nationalsozialismus stehen. Organisiert wird die Fahrt von der Fanbetreuung, dem Fanprojekt, dem HSV-Museum, dem Supporters Club und der aktiven Fanszene, die sich in einem gemeinsamen „Netzwerk Erinnerungsarbeit“ (Netz E) zusammengefunden haben.

Gedenkstättenfahrt

2. - 8. Januar 2017 / Farbenladen, Hansastr. 31, München

Sechzge, Oide! Mit Leib und Seele Löwin

Sechzge, Oide! Mit Leib und Seele Löwin Sechzig Portraits – sechzig Frauen und Mädchen – sechzig Löwinnen. Mit der Fotoausstellung zeigen die Löwenfans gegen Rechts, dass Frauen und Mädchen einen festen Platz unter den Sechzgerfans haben. Porträtiert wurden die Löwinnen von der Fotografin Anne Wild, die selbst seit vielen Jahren Anhängerin ist. Ergänzend dazu haben die Mädchen und Frauen ihre persönlichen Fangeschichten erzählt: Wie sie Löwenfans geworden sind, was ihnen bei 1860 gefällt (und was nicht) und welches Spiel sie nie vergessen werden... Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Reihe von Veranstaltungen.

Flyer

5. - 9. Dezember 2016 / immer 19 Uhr im Fanprojekt Hannover, Herrenstraße 11

Fußball Kultur Woche in Hannover

Eröffnet wird die Veranstaltungsreihe mit dem Thema „Juden und Antisemitismus im deutschen und europäischen Fußball“. Einen Tag später wird über die Thematik „Gewalt und Gemeinschaft: Fußball und Fanatismus in der Zwischenkriegszeit“ referiert und diskutiert. In den drei folgenden Tagen werden die Themen „Stadionpartisanen nachgeladen, Fußballfans und Hooligans in der DDR“, „Kämpfen bis zum Sieg? - Der Fußball, die Fans und die Revolution in Ägypten“ sowie „Sogenannter Journalismus: Die mediale Darstellung von Fußballfans“ behandelt. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr im Fanprojekt Hannover.

Flyer

Dienstag, 29.11.2016 / 19 Uhr - Kölner Fanprojekt, Gereonswall 112, 50670 Köln

Antisemitismus im Fußball - KICK IT OUT! / Vortrag mit anschließender Diskussion

In seinem Vortrag wird Alex Feuerherdt, Publizist und ehemaliger Fußball-Schiedsrichter aus Köln, analysieren, wie sich der Antisemitismus im Fußball äußert, welche Funktionen er übernimmt, weshalb seine Anziehungskraft so groß ist – und warum die Fußballverbände und -vereine oft eher ein Teil des Problems, als ein Teil der Lösung sind

Plakat

Donnerstag, 17. November 2016 / 18.00 Uhr - Edukationszentrum des Instituts für Nationales Gedenken in Kattowietz

100 Jahre ERNST WILLIMOWSKI und Ausstellungseröffnung

Ernst Willimowski wurde in Kattowitz, in Oberschlesien, das damals zum Deutschen Reich gehörte, geboren. Er gehörte zur deutschen Minderheit. Er begann seine Fußballlaufbahn 1927 als Spieler beim FC Kattowitz. Im Mai 1934 debütierte er in der polnischen Nationalmannschaft. Nach dem Jahr 1939 absolvierte er dann zahlreiche Länderspiele für die deutsche Fußballnationalmannschaft. Die oft schmerzhafte Spannung zwischen zwei Identitäten bestimmte sein Leben.

Einladung

6.10 - 11.11.2016 / Ausstellung Bücherhalle Harburg

Hakenkreuz und rundes Leder

Die Initiative Gedenken in Harburg zeigt in der Bücherhalle Harburg die Wanderausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme "Hamburger Fußball im Nationalsozialismus. Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte". Die Ausstellung wird am 6. Oktober um 17 Uhr eröffnet und anschließend bis zum 10. November gezeigt.

Flyer "Hakenkreuz und rundes Leder"

05.10.2016 - 09.10.2016 / Berlin

Football Pride Week

Anlässlich des 5-jährigen Bestehens des Netzwerk Fußballfans gegen Homophobie, lädt dieses zusammen mit Queer Football Fanclubs (QFF), Football Supporters Europe (FSE) und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) erstmalig zu einer mehrtägigen internationalen Fußballkonferenz zum Thema Homophobie im Fußball nach Berlin ein. Weitere Info www.footballprideweek.net

15.07.2016 - 21.07.2016 / Fan-Projekt Dortmund

Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz

Wie schon in den letzten Jahren findet auch in diesem Jahr eine Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz in Polen statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernachten vor Ort in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte und haben ein volles Programm: Die „Musterstadt Auschwitz“, das Jewish-Center, das Stammlager (Auschwitz I), Auschwitz Birkenau (Auschwitz II) und auch Auschwitz Monowitz (Auschwitz III) werden besichtigt und anhand von Gruppenarbeiten selbst Inhalte erarbeitet.

www.bvb.de/Aktionen/Gedenkstaettenfahrt-Auschwitz

Donnerstag, 23. Juni 2016 / 19.30 Uhr – Gemeindezentrum, Weinbauernstraße 9 / "!Nie wieder"

Festveranstaltung zum 100. Geburtstag von Ernst „Ezi“ Willimowski

Deutsch-polnische Geburtsparty mit Musik und illustren Geburtstagsgästen – Talkrunden mit ehemaligen Mitspielern und Wegbegleitern dazu Ernst Willimowski und die Löwen Geschichten – Bilder – Tore seine Zeit beim TSV München von 1860 sowie weitere Überraschungsgäste u. a. vom Club Ruch Chorzow.

Flyer "Das Spiel war sein Leben"

Mittwoch 22. Juni 2016 / 19.30 Uhr - JIZ, Sendlinger Str. 7, München /Fanprojekt München

"Fankultur früher heute morgen"

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ausstellung Fankultur

Input: Fanszene des FC Bayern / Moderation vrsl. Günter Koch

Samstag, 18. Juni 2016 / 19 Uhr - JIZ, Sendlinger Str. 7, München /Fanprojekt München

Filmbeitrag "Wie im falschem Film"

„Wie im falschen Film” habe er sich gefühlt, erzählt Otto Addo in dem Dokofilm, als er über seine Erfahrungen mit Rassismus in den 90er Jahren spricht.

Anschlussdiskussion "Rassismus im Fußball / Moderation Sylvia Holhut

Donnerstag, 16. Juni 2016 / 21.00 Uhr – Gemeindezentrum, Weinbauernstraße 9 / "!Nie wieder"

Deutsch-polnischer Fußballabend zum EM-Spiel Deutschland – Polen

Das Spiel wird live kommentiert von BR-Reporterlegende Günther Koch.

Flyer "Das Spiel war sein Leben"

Mittwoch, 15. Juni 2016 / 19 Uhr - JIZ, Sendlinger Str. 7, München /Fanprojekt München

"Münchner Rivalen" - Geschichten der Fankultur von 1900 - 1945

Fachlicher Input durch Rudi Oswald (Sporthistoriker) und Andreas Wittner (Archivar FC Bayern Erlebniswelt).

Dienstag, 14. Juni 2016 / 19.30 Uhr, Gemeindezentrum, Weinbauernstraße 9 / "!Nie wieder"

100. Geburtstag von Ernst „Ezi“ Willimowski / Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Veranstaltungsreihe und Präsentation der Ausstellung „Weiße Adler, Schwarze Adler – Polnische und deutsche Fußballer im Schatten der Politik“ mit Thomas Urban, Autor der Ausstellung und langjähriger Osteuropa-Korrespondent der SZ. Anschließend eine Gesprächsrunden mit polnischen und deutschen Gästen und Zeitzeugen.

Flyer "Das Spiel war sein Leben"

14.06.2016 - 23.6.2016 / Gemeindezentrum, Weinbauernstraße 9 / "!Nie wieder"

"Weißer Adler, schwarze Adler - polnische und deutsche Fußballer im Schatten der Politik" / Ausstellung

Im 20. Jahrhundert waren die deutsch– polnischen Beziehungen besonders schwierig und dramatisch. Diese alles andere als einfache Geschichte spiegelte sich auch in den Sportkontakten wieder. Davon erzählt diese Ausstellung. Da Fußball in beiden Ländern die populärste Sportart war und ist, handelt es sich um eine Darstellung der Geschichte mit dem Fußball in der Hauptrolle.

Flyer zum Ausstellungsverleih

Freitag, 10. Juni 2016 / 19 Uhr - JIZ, Sendlinger Str. 7, München /Fanprojekt München

Vernissage der Ausstellung Fankultur (10.6.-24.6.2016)

Die Idee einer Wanderausstellung, anhand der Fanszene des FC Bayern, über die Fankultur entstand in Anlehnung, bereits vorhandener Ausstellungen wie z.B. „Tatort Stadion“. Das Konzept bezieht sich auf eine Zeitreise, die mit der Vereinsgründung des FC Bayern, im Jahr 1900 beginnt. Die Entwicklung von Zuschauer- und Fankultur soll mit dieser Ausstellung veranschaulicht werden. Verantwortlich für Inhalte und Entwicklung der Ausstellung ist Thomas Emmes (Mitarbeiter, Fanprojekt München).

Flyer zur Ausstellung

Mittwoch, 8. Juni 2016 / 17.30 – 20 Uhr - Friedrich-Ebert-Stiftung, Haus 1, Hiroshimastraße 17, Berlin

Antidiskriminierung als Fankultur – Fußballs gegen Rechts

Fußball verbindet. Fußball kann aber auch trennen: durch Rassismus, Homophobie, Sexismus. Noch immer gehört Menschenfeindlichkeit zur Kulisse des beliebtesten deutschen Sports. Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, was Anhänger, Vereine und Bildungsinitiativen leisten können, damit Diskriminierungen – ob offen oder verdeckt – möglichst gar nicht erst entstehen.

Einladung

25.05.2016 - 01.06.2016 / Fan-Projekt Dortmund

Gedenkstättenfahrt nach Lublin

Die Fahrt steht unter dem Titel „Auf den Spuren der Dortmunder Jüdinnen und Juden“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernachten in der ostpolnischen Stadt Lublin, von wo aus sowohl historische Orte in Lublin selbst, als auch die ehemaligen Vernichtungslager in Belzec, Sobibor und Majdanek besucht werden. Zudem geht es gemeinsam in die Städte Zamosc und Izbica, wo sich ehemals Transitghettos der Nazis befanden. Verschiedene Workshops und Gruppenarbeiten vor Ort ergänzen das Programm.

www.bvb.de/Aktionen/Gedenkstaettenfahrt-Lublin

Donnerstag 19. Mai 2016 / 11.30 Uhr, Albusstr. 24, Frankfurt / Eintracht Frankfurt Museum

Stolpersteinverlegung für Max Girgulski

Zur diesjährigen Stolpersteinverlegung in Frankfurt erinnern wir an Max Girgulski, der in den 1920er Jahren erfolgreich in der Jugend der Eintracht kickte. Max flüchtete vor den Nationalsozialisten nach Argentinien. Wir freuen uns, dass mit Susan Baron seine Tochter zur Stolpersteinverlegung vor Ort ist.

Montag, 16. Mai 2016 / 19.30 Uhr, Eintracht Frankfurt Museum

„Ihre Heimat ist die Musik“ – jüdische Komponisten

Im Vorfeld der Stolpersteinverlegung freuen wir uns auf einen Auftritt der Gruppe „Rainbow“, die im Museum eine Zeitreise durch die Musik jüdischer Komponisten und Texter der 1920er Jahre bis heute vorstellen.

13.05.2016 - 15.05.2016 / Duisburg

Deutsche Makkabi Meisterschaft 2016

20 Jahre nach den letzten Deutschen Makkabiade werden die Makkabi-Spielen in Duisburg wieder aufleben. Teilnehmer dieser Veranstaltung werden Sportler und Sportlerinnen der Makkabi-Ortsvereine aus dem gesamten Bundesgebiet sein. Zu der Makkabiade werden etwa 400 Athletinnen und Athleten aus über 20 Makkabi-Ortsvereinen erwartet.

Projektbeschreibung

2.5. - 9.5.16 / HaBima-Platz Tel Aviv, Israel

Zwischen Erfolg und Verfolgung -Deutsch-Jüdische Fußballstars im Schatten des Hakenkreuzes

Deutsch-Jüdische Fußballstars im Schatten des Hakenkreuzes“ würdigt mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen den großen Anteil jüdischer Spieler, Trainer, Manager, Funktionäre und Mäzene an der Entwicklung des modernen Fußballsports in Deutschland

21.-23. März 2016 / Fanprojekt Hertha BSC

"Aus der eigenen Geschichte lernen" - Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz

Millionen von Menschen wurden in den Konzentrationslager durch die Nationalsozialisten ermordet. Darunter waren auch tausende Berliner und viele Herthaner. Wir möchten durch lebendige Erinnerung Impulse für Menschenrechte setzen.

Programm

Donnerstag, 3. März 2016 / 19.30 Uhr Versöhnungskirche KZ-Gedenkstätte Dachau

verehrt - verfolgt - vergessen - Vereinsmitglieder des FC Bayern München 1933 bis 1945

Andreas Wittner, Archivar der FC Bayern Erlebniswelt, wird Biografien aus der Ausstellung vorstellen, die noch bis zum 1. Mai 2016 in der Versöhnungskirche zu sehen ist. Er wird die Geschichten der Vereinsmitglieder erzählen, berichten was aus Ihnen geworden ist und auf den Umgang mit diesem Teil der Geschichte des FC Bayern eingehen.

Flyer

Donnerstag, 11. Februar 2016 / 17 Uhr Radio Lora

Das Fanprojekt München setzt in ihrer wöchentlichen Sendung den Themenschwerpunkt "!Nie wieder". Andreas Wittner, Anton Löffelmaier und Klaus Schultz berichten in einer einstündigen Radiosendung über die Entstehung und Aktivitäten der Initiative und den Erinnerungstag im deutschen Fußball.

www.lora924.de / UKW 92,4 MHz und Münchner Kabelnetz auf 96,75 MHz zu hören.
Freie Radios

4. - 6. Februar 2016 / Hamburg KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Fußball in der nationalsozialistischen Gesellschaft: Zwischen Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung

Zum Abschluss der Ausstellung „Hamburger Fußball im Nationalsozialismus. Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte“ veranstaltet die KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Unterstützung des Hamburger Sportbundes eine Tagung, die sich der Bedeutung des Fußballsports für und in der nationalsozialistischen Gesellschaft zuwendet und Mechanismen der Anpassung, Ausgrenzung und Verfolgung in den Blick nimmt.

Tagungsprogramm

Donnerstag, 4. Februar 2016, 20 Uhr – Fußballkneipe Stadion, Schleißheimer Str. 82, München

Liga Terezín / Film und Gespräch

Im KZ Theresienstadt durften jüdische Häftlinge 1942 bis 1944 im Rahmen einer kleinen Fußballliga Spiele austragen. Pavel Breda war einer der Fußballspieler. Sein Neffe Oded Breda lebt heute in Israel und erinnert in der Film-Dokumentation (52 Minuten) an die »Liga Terezín«. Nach dem Film besteht die Möglichkeit mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Flyer

www.ligaterezin.com – Kooperation: »!Nie wieder – Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball«, Löwenfans gegen Rechts, TSV Maccabi München

Mittwoch, 27. Januar 2016 / Fanladen St. Pauli

Erinnern für die Zukunft - kein Fußball den Faschisten

Im Rahmen des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus finden im Fanladen St. Pauli bis zum 5.2.2016 vier Veranstaltungen statt, dies sich mit Flucht damals und heute beschäftigen und Einblicke in die Naziszene geben.

Fanladen St. Pauli

Mittwoch, 27. Januar 2016

12. Erinnerungstag im deutschen Fußball

Rund um den Spieltag oder nach Winterpause wird mit Aktionen und Veranstaltungen ein unübersehbares Zeichen gegen den alltäglichen und aktuellen Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Antisemitismus rund um den „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus” ein Zeichen gesetzt.

Stadiondurchsage   Stadionmagazin

Mittwoch, 27. Januar 2016 / 11 Uhr Versöhnungskirche KZ-Gedenkstätte Dachau

verehrt, verfolgt, vergessen – Vereinsmitglieder des FC Bayern München 1933 bis 1945 / Ausstellungseröffnung

Kurt Landauer, Präsident des FC Bayern, musste 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft zurücktreten, wurde verfolgt und für 33 Tage ins KZ Dachau verschleppt. Er überlebte durch Emigration in die Schweiz. Lange war er vergessen, wie auch andere von den Nationalsozialisten verfolgte Vereinsmitglieder. Die Ausstellung erzählt ihre Geschichten – bis zum Ende im KZ oder bis zur Flucht aus Deutschland und dem Leben danach. Kooperation: FC Bayern Erlebniswelt

Die Ausstellungen ist zum 3. Mai 2016 im Gesprächsraum der Versöhnungskirche, Montag 10 – 12 Uhr, Dienstag bis Samstag 10 – 16 Uhr, Sonntag 12 – 13 Uhr zu sehen.

Flyer

25. Januar - 4. Februar 2016 - Filmvorführung in 10 Städten

Liga Terezín / Film und Gespräch

Im KZ Theresienstadt durften jüdische Häftlinge 1942 bis 1944 im Rahmen einer kleinen Fußballliga Spiele austragen. Pavel Breda war einer der Fußballspieler. Sein Neffe Oded Breda lebt heute in Israel und erinnert in der Film-Dokumentation (52 Minuten) an die »Liga Terezín«. Nach dem Film besteht die Möglichkeit mit ihm ins Gespräch zu kommen.

25.1.16 Köln / 26.1.16 Frankfurt / 27.1.16 Gelsenkirchen / 28.1.16 Dortmund / 29.1.16 Münster / 31.1.16 Hamburg / 1.2.16 Jena / 2.2.16 Mainz / 3.2.16 Fürth / 4.2.16 München

Flyer

14. 1. - 7.2.2016 / Rathausdiele des Hamburger Rathauses

Hamburger Fußball im Nationalsozialismus. Einblicke in eine jahrzehntelang verklärte Geschichte

Die Ausstellung wird im Kontext des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus gezeigt. Auf 48 Tafeln wird ein breites Themenspektrum abgedeckt: Verbot des Arbeitersports, Rolle des jüdischen und bürgerlichen Sports, sowie die Sportpolitik der NSDAP und der Fußballalltag vor dem Krieg - mit Hinterhoffußball und ZuschauerInnenverhalten – und während des Krieges – beispielsweise das Fußballspielen im KZ Neuengamme, Neugründung des Sports nach Kriegsende, sowie die (späte) Aufarbeitung der Vereine und Verbände und aktuelle Entwicklungen in den Hamburger Fanszenen heutzutage.

Flyer   Begleitprogramm

1. Januar 2016 / Schickeria München

Kurt Landauer Stiftung gegründet

Die Stiftung hat das Ziel, durch seine Aktivitäten an den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München , Kurt Landauer, seine Geschichte und die von ihm vertretenden Werte zu erinnern. Sie unterstützt u. a. die Förderung von Geflüchteten, Förderung des interkulturellen Zusammenlebens, Hilfe für unschuldig in Not geratene Personen.

Website

Sonntag, 11. Oktober 2015 / Leipzig

Preisverleihung Julius-Hirsch-Preis 2015

Der Preis geht an die Faninitiativen von Göttingen 05, VfB Oldenburg und das Fanprojekt Halle. Erster Preisträger ist die "Supporters Crew 05 e.V. Göttingen". Die Preisverleihung findet am Sonntag, den 11.10.2015 im Rahmen einer Festveranstaltung in Leipzig statt. Am Tag davor Austausch treffen sich die bisherigen Preisträger zum zehnjährigen Jubiläum des Julius Hirsch-Preis zu einem Austausch.

Preisverleihung

8.– 12. Oktober 2015 / Organisiert vom Fanprojekt Düsseldorf

Studienfahrt nach Krakau und Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Drei Übernachtungen in Krakau
Deutsch-polnischsprachige Reisebegleitung vor Ort Besichtigung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Führung durch das Viertel Podgorze (ehem. Ghetto) und das Museum der ehemalige Fabrik Schindlers Führung durch das ehemalige jüdische Viertel „Kazimierz“.

Programm & Anmeldung

Donnerstag, 17. September / Fanprojekt Düsseldorf

Zeitzeugengespräch mit Edith Bader-Devries

Zeitzeugengespräch mit der Holocaust Überlebende Edith Bader-Devries aus Weeze. Sie lebt mittlerweile im Düsseldorfer Nelly-Sachs-Haus. Als Zeitzeugen berichtet sie seit Jahrzehnten über ihre Kindheit die Deportation nach Theresienstadt.
Gezeigt wird auch der ortsbezogene Kurzfilm „Düsseldorf Theresienstadt“ von Renate Günther-Greene, der den Abriss des alten Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf zeigt.
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Haus der Jugend, Lacombletstr. 10, Düsseldorf.

Mittwoch, 3. September 2015 / 15.30 - 20.30 Uhr

"Polen deutsche Fußballmeister?" - deutsch-polnische Erinnerungsorte im Fußball

Anlässlich des Länderspiels zwischen Deutschland und Polen am 4.9.2015 in Frankfurt a. Main werden Tags zuvor in einem Symposium wichtige Episoden deutsch-polnischer Fußballgeschichte in Erinnerung gerufen und diskutiert. Mit Vorträgen und in einer Podiumsdiskussion kommen Wissenschaftler, Journalisten, Verbandsvertreter und Athleten zu Wort. Die Veranstaltung ins Öffentlich. Eine schriftliche Anmeldung ist allerdings notwendig!(siehe pdf)

Flyer   Tagungsbericht

Donnerstag, 20. August 2015 /Fanprojekt Düsseldorf

"Der gelbe Stern" / Dokumentationsfilm

Der Film beleuchtet die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung nach der Machtübernahme Hitlers und versucht, Antworten auf die arbeitshypothetische Frage zu finden, warum es so wenig Widerstand in der Bevölkerung gab. Hildebrandt berichtet von selbstlosen Versuchen jüdischer Menschen, Widerstand gegen die Nazis zu leisten, und zeigt Bilder der sogenannten Reichskristallnacht. Auch mit den scheinbar friedlichen Zuständen im Warschauer Ghetto von 1940 bis zum Aufstand im Frühling 1943 beschäftigt sich der Film.
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Haus der Jugend, Lacombletstr. 10, Düsseldorf.

Mittwoch, 29. Juli 2015 / !Nie wieder

Nicht nur die „Schindler-Juden“ spielten Fußball

In einem Symposium soll anlässlich der Europäischen Makkabi-Spiele in Berlin an diese zukunftsträchtige Perspektive einer durch deutsche Nationalsozialisten vernichteten Kulturbewegung erinnert werden. Vor der Shoa bildete der jüdische Sport in Polen die stärkste Säule der weltweiten jüdischen Sportbewegung und auch der organisierten Makkabi-Bewegung. Deshalb spielten in der jüdischen Sportbewegung Fragen eine große Rolle, so etwa die Mitwirkung des Sports bei der Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit oder die Stellung der Frauen im Sport.

Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30 | Eintritt frei

Flyer   Abschlussbericht

Dienstag, 28. Juli 2015 / Löwenfans gegen Rechts

"Münchner Bürgerpreis für Demokratie - gegen Vergessen"

Für ihr langjähriges Engagement gegen Rassismus, Faschismus, Homophobie, Sexismus und Repression werden die Löwenfans gegen Rechts (Julius-Hirsch-Preisträger) mit dem "Münchner Bürgerpreis für Demokratie - gegen Vergessen" ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im neu eröffneten NS-Dokumentationszentrum in München statt.

Pressemeldung

23. Juli bis 16. August 2015/ Washingtonplatz Berliner Hauptbahnhof

Verdienste jüdischer Sportler gewürdigt / Ausstellung

Das Zentrum deutsche Sportgeschichte e.V. und die Universitäten Potsdam und Hannover zeigen vom 23. Juli bis zum 16. August 2015 auf dem Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung - Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach". In einer großformatigen skulpturalen Präsentation würdigt die Ausstellung das große Verdienst jüdischer Sportlerinnen und Sportler für die Entwicklung des modernen Sports in Deutschland und dokumentiert anhand ausgewählter Porträts deren Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Ausstellung ist Teil des Kulturprogramms der zeitgleich in Berlin stattfindenden "European Maccabi Games", deren erstmalige Austragung in Deutschland eine hohe symbolische Bedeutung besitzt.

DfB

10.-12. Juli 2015 München / Schickeria

Kurt Landauer Pokal / Einladungsturnier

Kurt Landauer Pokal

Vor etwas mehr als zehn Jahren war es nur eine fixe Idee, einige Monate später, am 2. Juni 2006, fand dann das 1. Antirassistische Einladungsturnier um den Kurt Landauer-Pokal statt. Von da an haben sich jeden Sommer Mannschaften getroffen und das Kurt ist Jahr für Jahr gewachsen. Im Sommer 2015 steht die zehnte Ausgabe an und es gibt große Pläne, das Jubiläums-Kurt zu etwas Besonderem zu machen.

Samstag, 27.Juni von 11 – 19 Uhr / Nürnberg Sportgelände Tillystraße

Sommerfest von und mit Flüchtlingen

Bei dem Sommer, Sport- und Spielefest der EJN sowie Eichenkreuz Nürnberg wird es neben einem Fußball- und einem Volleyballturnier, ein großes Glücksrad sowie zahlreiche Kinderaktionen geben. Auch einen Kleiderkreisel wird es geben, an dem Kleidung abgegeben, getauscht oder auch einfach mitgenommen werden können. Gestartet wird in den Tag mit einem internationalen Brunch. Veranstalter: Evangelische Jugend und Eichenkreuz Nürnberg.

Ab Freitag, 8. Mai 2015, Erinnerungsort Topf & Söhne, Erfurt

„Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“ - Ausstellung

Kicker, Kämpfer, Legenden

Bis Ende November 2015 ist die Ausstellung in Erfurt zu sehen. Sie beschreibt die Bedeutung von deutschen Juden für die Entwicklung des Fußballs, aber auch deren Ausgrenzung und Verfolgung. Sie thematisiert aber auch den heutigen Antisemitismus und Rassismus im Stadion. Ergänzt wird die Ausstellung um Biografin von jüdischen Fußballer aus Thüringen.

Ausstellung in Erfurt

Montag, 27. April 2015, 19.00 Uhr, Neue Synagoge, Georgstraße 2 in Gelsenkirchen

Podiumsdiskussion in der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Podiumsdiskussion in der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Der Vorfall ist nur wenige Monate her, darf aber nicht vergessen werden: Im Juli 2014 wurde die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen attackiert, sie erhielt Drohungen im Internet. Ein Einzelfall? Keineswegs. Zu einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion über antisemitische Vorurteile im Fußball lädt der S04 am Montag (27.4.) in die Neue Synagoge Gelsenkirchen ein.  Fans und Mitarbeiter des FC Schalke 04 wollen nun gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde ein Zeichen setzen, siebzig Jahre nach der Befreiung von den Nationalsozialisten.

Podiumsgäste:
Ronny Blaschke (Freier Journalist)
Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen)
Ben Abelski (jüdischer Fußballspieler u. a. Wuppertaler SV, Fortuna Düsseldorf)
Dr. Susanne Franke (Schalker Faninitiative)
Markus Mau (Schalker Fanprojekt)

Karfreitag, 3. April 2015 Dortmund

Heinrich Czerkus Gedächtnislauf

Heinrich Czerkus Gedächtnislauf

Der BvB erinnert an den Platzwart von Borussia Dortmund. Er war Widerkampfkämpfer und wurde im April 1945 von den Nazis im Rombergpark ermordet. In Erinnerung und zur Ehrung findet in Dortmund seit 2004 jährlich der „Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf“ der Naturfreunde Dortmund-Kreuzviertel statt. Dieser führt vom Stadion Rote Erde zum Mahnmal Bittermark und wird unterstützt vom Fanprojekt Dortmund sowie dem Heinrich Czerkus BVB-Fanclub. Weitere Informationen über BORUSSEUM.

Flyer

Montag, 9. März 2015, 19.00 Uhr, BORUSSEUM Dortmund

Julius Hirsch - Autorenlesung

Im Borusseum wird das Leben von Julius Hirsch von Werner Skrentny, Autor von Hirschs Biografie, vorgestellt. Das Buch ist 2012 im Verlag „Die Werkstatt“ erschienen. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr.

Flyer

Freitag, 6. März 2015, 19.00 Uhr, Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund

„Der letzte Transport“

Vortrag „Der letzte Transport – die Deportation Dortmunder Juden nach Auschwitz am 2. März 1943“ von Dr. Rolf Fischer, freiberuflich tätiger Historiker und Autor.

Auf der Grundlage von Dokumenten, Fotos und Karten sowie Berichten und Erinnerungen Dortmunder Juden an die Deportation und ihre Leidenszeit in Auschwitz werden in diesem Vortrag die Umstände des Transports sowie das Geschehen in der „Todesfabrik“ selbst aufgezeigt, bis hin zu den berüchtigten Todesmärschen, auf denen nach Aufgabe des Lagers im Januar 1945 auch Dortmunder Bürgerinnen und Bürger eine letzte Odyssee des Grauens durchlitten.

Sonntag, 1. März 2015, 11.00 Uhr, Südbahnhof Dortmund

Gedenkstunde für Julius Hirsch

Gedenkstunde für Julius Hirsch

Bereits zum dritten Mal findet eine Gedenkstunde für Julius Hirsch am Wasserturm am Dortmunder Südbahnhof (Heiliger Weg) statt. Von dort aus sandte Hirsch 1943 sein letztes Lebenszeichen in Form einer Postkarte, die er vermutlich auf dem Weg ins Vernichtungslager Auschwitz, in dem er später ermordet wurde, aus dem fahrenden Zug warf.

Freitag, 6. Februar 2015, 19.00 Uhr, Vereinsheim TSV Maccabi München

Zwischen Abgrund und Aufbruch

Kicker, Kämpfer, Legenden

Wie antisemitische Vorteile im Fußball ein Ventil finden - und wie man ihnen frühzeitig begegnen sollte. Ein Vortragsabend mit dem Journalisten Ronny Blaschke. Eine gemeinsame Veranstaltung von Maccabi München und den Löwen gegen Rechts.

ab Montag, 27. Januar 2015, Erlebniswelt des FC Bayern München

„Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“ - Ausstellung

Kicker, Kämpfer, Legenden

Bis zum 12. April 2015 ist die Ausstellung in der Allianz Arena zu sehen. Sie beschreibt die Bedeutung von deutschen Juden für die Entwicklung des Fußballs, aber auch deren Ausgrenzung und Verfolgung. Sie thematisiert aber auch den heutigen Antisemitismus und Rassismus im Stadion. Ergänzt wird die Ausstellung um Biografin um verfolge Spieler, Funktionär und Vereinsmitglieder des FC Bayern München.

Freitag, 24. Januar 2015, Muffathalle München

Musik for Goals

Musik for Goals

Zum Auftakt des Erinnerungstags im deutschen Fußball ein Konzert für Toleranz, Integration und Respekt – regelmäßig erheben Musiker und Fußballer gemeinsam ihre Stimme gegen Rassismus, der leider in den Stadien noch immer nicht ausgemerzt ist. Zum sechsten Mal kommen die Musiker der lokalen und internationalen Szene zusammen, um zwischen HipHop und Soul ihre Position klar zu formulieren. Singen, rappen und musizieren für eine Gesellschaft, in der die Würde eines jeden Menschen geachtet und wenn es erforderlich ist, auch verteidigt wird.